Ja, Sie dürfen einen Verbesserungsplan für Barrierefreiheit selbst aufstellen. Es gibt keine Verpflichtung, dies durch einen externen Anbieter vornehmen zu lassen, und es gibt auch kein vorgeschriebenes Format, das eingehalten werden muss. Wichtig ist, dass der Plan konkret ist: Welche Mängel wurden festgestellt, wer kümmert sich darum, und in welchem Zeitraum wird dies geschehen.
Die Grenze zwischen Eigeninitiativen und Outsourcing liegt nicht beim Schreiben des Dokuments selbst, sondern bei den inhaltlichen Entscheidungen darin. Festzustellen, dass ein Bestellschritt nicht nur mit der Tastatur bedient werden kann, ist etwas anderes, als zu bestimmen, wie dieser Schritt technisch angepasst werden muss, um WCAG 2.1 Niveau AA zu erfüllen. Dafür sind Kenntnisse der Normen erforderlich, oft auch der Technik hinter Ihrer spezifischen Website oder App.
Was ein Verbesserungsplan in der Praxis enthält
Ein Verbesserungsplan ist im Kern eine Liste von Erkenntnissen, geordnet nach deren Gewichtung. Ein fehlendes Alternativtext bei einem Produktfoto ist lästig, aber eine Bestellschaltfläche, die für einen Screenreader unauffindbar ist, blockiert einen Verkauf. Behörden und Nutzer achten auf solche Unterschiede in der Schwere, und ein Plan, der alles durcheinander wirft, ist für niemanden brauchbar.
Neben den Erkenntnissen gehört auch eine Planung dazu: Was wird wann gelöst und von wem. Das Letztere ist üblicherweise eine interne Verantwortungsperson, nicht unbedingt die Partei, die die Mängel festgestellt hat. Ein Verbesserungsplan ist also auch ein organisatorisches Dokument, kein rein technischer Bericht.
Wo Eigeninitiativen enden
Der schwierigste Teil ist nicht das Schreiben, sondern die Priorisierung. Welche Mängel beeinträchtigen die meisten Nutzer, welche befinden sich in einem obligatorischen Schritt wie Checkout oder Login, und welche lassen sich mit begrenztem Aufwand beheben? Ohne eine priorisierte Liste als Grundlage endet ein Verbesserungsplan schnell in einer ungeordneten Aufzählung, und das macht es schwierig, nachzuweisen, dass Sie gewissenhaft vorgegangen sind.
Hier liegt auch der Grund, warum ein automatisierter Scan nie das ganze Bild liefert: Er prüft einen Teil der Anforderungen, und das wird in jedem Bericht erwähnt. Dinge wie die logische Lesereihenfolge einer Seite für einen Screenreader oder die richtige Bedeutung eines Linktexts im Kontext erfordern eine Bewertung, die ein Scan nicht vollständig liefern kann. Wer das weiß, kann selbst abschätzen, welcher Teil des Plans in Eigenregie umzusetzen ist und welcher Teil gezieltes Wissen erfordert.
axessia.eu führt selbst keine manuellen Audits und keine Reparaturen durch. Was das System stattdessen tut, ist den Scan über die Kernseiten durchführen und mit einem Abonnement auch über den Bestellschritt und den Login-Flow, und das Ergebnis in eine priorisierte Liste in verständlicher Sprache umwandeln. Diese Liste ist der Ausgangspunkt für einen Verbesserungsplan, nicht der Plan selbst. pro Thema ausgeglichen, was von Ihnen erwartet wird gibt einen Überblick darüber, was in einen solchen Plan gehört und was an anderer Stelle geregelt wird.
Dokumentieren und Überwachen
Ein Verbesserungsplan ist kein Dokument, das Sie einmalig schreiben und dann weglegen. Nach jeder Änderung an der Website oder App muss erneut festgestellt werden, ob früher behobene Mängel auch behoben bleiben und ob neue Komponenten die gleichen Anforderungen erfüllen. Dieses Dokumentieren — was wurde festgestellt, was wurde behoben und wann — ist genau der Teil, der in einem Abonnement enthalten ist: Vorlagen, um Ihre eigene Bewertung nachweisbar zu machen, und eine Benachrichtigung, sobald etwas Ihre Situation betrifft.
Wer sich zum ersten Mal mit diesem Thema befasst, sollte zunächst ermitteln, wovon die Richtlinie tatsächlich spricht. in wenigen Fragen sehen, wo Ihre Website oder App derzeit steht gibt dort einen ersten Hinweis, ohne dass Sie dafür ein Konto benötigen. Wenn Sie noch Zweifel zur rechtlichen Seite einer bestimmten Situation haben, bleibt ein Jurist oder die zuständige Marktüberwachungsbehörde die richtige Ansprechpartei, um das zu beurteilen; dieser Artikel beschreibt die Standards in allgemeiner Form, nicht Ihren individuellen Fall.
Einen Verbesserungsplan selbst zu erstellen ist also möglich und teilweise auch praktisch: Niemand kennt die interne Organisation besser als Sie selbst. Worauf es ankommt, ist dass die zugrunde liegenden Ergebnisse korrekt und priorisiert sind und der Plan nach jeder Änderung angepasst wird. Antworten auf Fragen, die andere Unternehmer bereits gestellt haben zeigt, welche Zweifel dazu am häufigsten auftreten.
Möchten Sie zunächst sehen, wo Ihre Website oder App derzeit steht, bevor Sie mit einem Verbesserungsplan beginnen? Der kostenlose Quick-Scan gibt Ihnen dazu einen ersten Überblick, und was das Abonnement für die vollständige Bearbeitung kostet wird übersichtlich aufgelistet.